Von der Filmrolle bis zur Datenscheibe

Worin besteht der Unterschied zwischen einer DVD und einer CD?

Eine DVD besteht im Gegensatz zu einer CD aus zwei Kunststoffseiten, die miteinander verklebt werden. Die Seiten werden auch als Layer bezeichnet. Auf beide Layer können Daten viel enger gepresst werden als bei einer CD. Dadurch erhält die DVD eine deutlich höhere Speicherkapazität.

Ein Medium, viele Möglichkeiten

Je nach Datenmenge gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Nur ein Layer wird gepresst (DVD 5 bis zu 4,7 GByte)
    Die Daten werden vom unteren Layer wie bei einer CD von der unteren Seite der DVD mit dem Laser des DVD-Players abgetastet und in Bild- und Tonsignale umgewandelt.

  • Zwei Layer werden gepresst (DVD 9 bis zu 8,7 GByte)
    Bei dieser Variante wird auch der obere Layer bespielt. Das Abtasten des oberen Layers durch den Laser des DVD-Players von unten wird möglich, weil der untere Layer mit einem halbdurchlässigen Spiegel versehen ist. Der Laser kann durch diesen Spiegel hindurch die Daten des oberen Layers ablesen.

  • Es geht noch mehr (DVD 10 bis zu 9,4 GByte)
    Die Kapazität kann noch einmal erhöht werden, wenn die DVD von beiden Seiten bespielt wird. Die Handhabung für das Abspielen einer DVD 10 ist ähnlich wie bei Schallplatten: Die DVD wird zum Abtasten der zweiten Seite umgedreht.

Wie kommt der Film von der Rolle auf die Scheibe?

Am Anfang steht in aller Regel eine MAZ, die mit Hilfe eines Hardware-Encoders in das MPEG-2-Format umgewandelt wird. Dieses Format ist Voraussetzung für die weitere Verarbeitung.

Je nach Kundenwunsch werden die Menüs erzeugt, die es dem Betrachter erlauben, die Inhalte der DVD (z. B. Kapitel) direkt anzuwählen oder eine Auswahl aus verschiedenen Inhalten (z. B. Special Features) zu treffen.

Im Authoring-Verfahren werden die Audio- und Video-Inhalte mit dem vorher erstellten Menü verknüpft. Bei dem Premastering-Verfahren, wie das Authoring auch genannt wird, erfolgt die eigentliche Programmierung. Dies geschieht mit einer speziellen Authoring-Software, z. B. dem Sonic Creator.

Schritt für Schritt werden in diesem Verfahren alle Funktionen sorgfältig überprüft und anschließend nochmals einer 100%igen Kontrolle unterzogen.

Wenn das Authoring von OK Media übernommen wird und ein Kopierschutz angelegt werden soll, erhält der Kunde nach Abschluss der Kontrolle eine Kopie als DVD­-R, um seinerseits zu prüfen, ob alles nach seinen Vorstellungen ist. Nach der Freigabe durch den Kunden wird das Eingangsmedium (DLT) im Mastering weiterverarbeitet.

Es ist auch möglich, dass der Kunde direkt ein DLT liefert. In diesem Fall geht es direkt und ohne weitere Freigabekontrolle ins Mastering.

Mastering

Bis zu zwei Glasmaster werden im Mastering-Prozess erstellt. Ein starker Laserstrahl überträgt die Daten des Premastering auf eine photoempfindliche Schicht. Es entstehen die so genannten Pits. Nach der Laserbehandlung wird die photoempfindliche Schicht chemisch ausgewaschen, um anschließend vernickelt zu werden. Dieser Prozess wird für jeden Layer wiederholt, bis alle Daten vollständig sind.

Zwei Väter für eine DVD

Das Glasmaster dient als Vorlagenform für den so genannten Vater, eine ca. 300 µm dicke Nickelscheibe. Der Vater kann jetzt schon als Pressmatrize genutzt werden. Jedoch ist dies nur bei Kleinauflagen praktikabel. Pro DVD sind je nach Art bis zu zwei Väter für die Produktion nötig.

Großauflagen sind nur mit Müttern möglich

Vom Vater wird wiederum eine so genannte Mutter erstellt. Fast beliebig viele Pressmatrizen können von der Mutter erstellt werden. Diese Vorgänge nennen wir Familienentwicklung.

Jetzt kann gepresst und geklebt werden

Beim Spritzgussverfahren werden beide Pressmatrizen in die Spritzgussform der Maschine eingebaut. Die Strukturen (Informationen) der Mütter werden in flüssiges Polycarbonat eingeprägt. Nach der Abkühlung wird eine Hälfte mit Aluminium oder Silizium (halbdurchlässiger Spiegel bei DVD 9) beschichtet. Die beiden Scheiben werden mit einem UV-härtenden Kleber miteinander verbunden. Die DVD ist nun fertig und abspielbereit.

Veredelung der DVD

Natürlich werden die DVDs noch bedruckt. Im Siebdruck- oder Offsetverfahren drucken wir Texte, Bilder oder Grafiken auf die DVD. Der Kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Wir zeigen Ihnen gerne Muster von besonderen Drucktechniken. Alle Lacke und Farben garantieren eine sehr hohe Lebensdauer.

 

 

 


Authoring
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